R3 Trees

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R3 Trees

Fast alle Informationen, die wir täglich verwalten haben eine Position auf der Erdoberfläche. Raumbezogene Informatik nutzt die geographische Position, um Informationen zu verwalten, Arbeitsabläufe zu verbessern und räumliche Zusammenhänge zu analysieren. Dazu werden spezifische Programme verwendet, sodass die Daten auf Karten dargestellt und aufgrund ihrer Nähe zu anderen Objekten analysiert werden. Die Entwicklung und Wartung solcher Programme ist der Schwerpunkt der Aktivitäten von R3 GIS.

Was ist R3 GIS?

Ein konkretes Beispiel ist die Verwaltung von städtischen Grünanlagen: Bäume, Grünflächen, Kinderspielplätze und Stadtmobiliar werden erfasst und in einem GIS (Geografischen Informationssystem) verwaltet. Die Position und Fläche dieser Elemente wird genutzt, um die Instandhaltungsarbeiten zu planen und abzurechnen. Für Spielgeräte und Bäume werden regelmäßig Kontrollen und Arbeiten geplant. Alle Informationen werden in einer Datenbank abgelegt und können genutzt werden, um die Instandhaltung zu optimieren oder um bei Schadensfällen (Bäume, welche bei einem Sturm umfallen und Schaden verursachen), die ordentliche Instandhaltung zu dokumentieren. R3 GIS hat dafür die Lösung R3 TREES entwickelt, die in Städten wie Meran, Bozen, Brixen, aber auch Mailand, Sanremo und Rimini eingesetzt wird. Ähnlich hat die Firma Lösungen für Skigebiete (skiGIS und snowmeter), Leitungskataster (R3 TechNET), Energie- und CO2-Monitoring (R3 EcoGIS), Verkehrsschilder (R3 Signs) sowie Kataster- und Bauleitplaninformationen (R3 UrbanTools) entwickelt.

Was bringt die Zukunft?

Zur Zeit arbeitet R3 GIS an verschiedenen Open-Source-Projekten, die mit räumlichen Datenbanken, Kartendiensten und geographischen Tools zu tun haben: GisClient ist ein italienisches Projekt, das von einer Firma aus Genua und R3 GIS entwickelt wird und das es ermöglicht, einfach Kartendienste im Internet einzurichten. Außerdem trägt R3 GIS zu internationalen Projekten wie PostGIS, OpenLayers, MapServer, GeoServer, gvSIG und Quantum GIS bei, wobei der Beitrag auf verschiedene Arten erbracht wird: sei es die Bereitstellung von Verbesserungen am Code, als auch das Erstellen von Dokumentation, Schulungsunterlagen und Tests. Firmen wie R3 GIS, die an diesen Technologien und Themen konkret mitarbeiten und mitwirken, sollten in Zukunft mehr in Strategieentscheidungen einbezogen werden. Es ist im Interesse der öffentlichen Einrichtungen, in Südtirol Kompetenz aufzubauen. Wenn auch lokale Betriebe und deren Kompetenzen und Strategien noch kaum berücksichtigt, werden, so ist R3 GIS doch zuversichtlich und wünscht sich, in Zukunft eine breitere Diskussion zu diesen Themen und eine Aufwertung der lokalen Kompetenzen, sowohl im öffentlichen wie im privatwirtschaftlichen Bereich. Denn davon werden wir alle profitieren.

Wer steckt dahinter?

Paolo Viskanic hat gemeinsam mit anderen vor zehn Jahren R3 GIS gegründet – seit 2005 ist er Geschäftsführer und Verkaufsleiter. R3 GIS ist eine Firma mit zehn MitarbeiterInnen, welche Software für die Verwaltung raumbezogener Informationen entwickelt. Darunter kann man sich zum Beispiel die Verwaltung der Wasserleitungen, der Hausnummern, des Katasters, aber auch der Skipisten und Aufstiegsanlagen, oder die Ermittlung und Kontrolle der CO2-Emissionen einer Stadt vorstellen. Diese Branche der Softwareindustrie nennt man GIS (Geografische Informationssysteme).

Mehr Infos

R3 GIS
http://www.r3-gis.com

Geo Media
http://issuu.com/geomedia/docs/geomedia_5_2013_issuu